Ausspähen per Ultraschall?

Die Technik, unter anderem des Anbieters Silverpush, wurde ausschließlich für die Werbeindustrie entwickelt, wird unter anderem von großen Fast Food-Konzernen genutzt. Nach einem Bericht von heise.de wird mit dem „Ultraschall-Leuchtfeuer“ eine Datensequenz in einer vom menschlichen Gehör nicht wahrnehmbaren Frequenz enkodiert, über gängige Lautsprecher von Rechnern oder Smart-TVs ausgesandt und von Mikrofonen in Smartphones eingefangen. Für Werbekampagne genutzte sogenannte Beacons werden vom Smartphone des Betroffenen aufgenommen – und mit Zusatzinformationen (Metadaten, verschiedene Kennungen) über den Nutzer an den Provider zurückgesendet. Dieser kann damit das entsprechende Profil verfeinern und Werbung stärker personalisieren. Gleichzeitig lassen sich der Nutzer und sein Standort über verschiedene Geräte hinweg verfolgen und vergleichsweise einfach identifizieren. Das Verfahren funktioniert auch beim Location-Based-Marketing, wo beteiligte Händler potenzielle Käufer in der Nähe direkt etwa mit Coupons und Rabatten ansprechen sowie ihr Verhalten im Laden verfolgen.

Eingesetzt wird diese Ultraschall-Technik nach Angaben der Braunschweiger Forscher derzeit vor allem im südostasiatischen Raum.

Von Anti-Viren-Herstellern wird die Silverpush-Software bereits als Malware eingestuft. Mehr Informationen gibt es bei heise.de.